BETTNÄSSEN: WAS HILFT?

Dein Kind ist bereits älter als 5 Jahre und nässt nachts noch regelmäßig ein?

Ist dein Kind tagsüber bereits „trocken“, können organische Ursachen meist ausgeschlossen werden.

Mögliche Ursachen:

1. Galantreflex

Der frühkindliche Galantreflex ist bei deinem Kind noch aktiv. Dieser Reflex wird beim Säugling in Rückenlage ausgelöst. Manchmal ist er auch bei größeren Kindern noch aktiv und bewirkt nachts im Liegen einen Urinierreflex.

2. Schnelles Wachstum

Manche Kinder sind für ihr Alter besonders groß. Ein schneller Wachstum kann die Nierenenergie des Kindes schwächen. Die Nieren sind dann nicht stark genug, um nachts die Blase zu kontrollieren.

3.  Schockerlebnis

Manche Kinder haben ein Erlebnis (Umzug, Trennung, etc.) im Kleinkindalter bzw. in der Kindergartenzeit als belastend abgespeichert oder sogar als Schock erlebt. Auch das kann die Nieren schwächen, die dann mit ihren Aufgaben einfach überfordert ist.

4. Übermäßige geistige oder körperliche Aktivitäten

Diese können das Qui ganz allgemein schwächen. Diese Kinder haben oft einen besonders tiefen Schlaf.

5. Kälte

ist oft ein Faktor beim Bettnässen. Besonders im Bereich von unterem Rücken und Bauch verhindert Kälte, dass die Blase nachts ausreichend kontrolliert werden kann.

Wie kannst DU dein Kind unterstützen?

Wichtig ist: Bitte versuche, entspannt zu bleiben. Stress ist für dich und dein Kind gerade jetzt nicht hilfreich.

Ich zeige dir hier eine Übung, die gut wirkt und die sehr einfach in den Alltag integrierbar ist:

Du benötigst dazu lediglich einen Igelball oder deine Hände. Mit oder ohne Ball massierst du den unteren Rücken (Sacrum) deines Kindes. Du betonst dabei die Bewegung nach oben und bewegst den Ball wie bei einem V.

Du stärkst bei dieser Übung nicht nur den Nierenbereich, du desensibilisierst gleichzeitig den Bereich, der bei deinem Kind vielleicht noch den Galantreflex auslöst. (siehe oben)
Die beste Zeit für diese feine Streicheleinheit ist abends vor dem Schlafengehen.

Wärme für die Nieren:

Die Nieren wollen und brauchen Wärme. Achte daher darauf, dass dein Kind durch passende Kleidung besonders im Nierenbereich immer gut geschützt ist. Das Reiben der Nierenregion mit den Händen stärkt und wärmt sie. Zeige deinem Kind, wie es das auch selbst machen kann.
Warme Füße sind ebenso wichtig, da sich auf den Fußsohlen der äußerst wichtige Anfangspunkt der Nieren befindet. Über diesen Punkt steigt die Kälte über die Füße rasch hoch.. Und das tut den Nieren nicht gut. Also Patschen anziehen, auch wenn es noch so lästig ist.
Wärmende Nahrungsmittel unterstützen die Nieren.

Wärmende Gerichte bzw. Lebensmittel sind

• Suppen
• Kompotte
• Gewürze, wie Zimt, Gewürznelken
• Gemüse, das bei uns wächst bzw. gelagert werden kann
• Alles Gekochte, Gedünstete..

Vermeide kalte Nahrungsmittel, vor allem im Winter

• Südfrüchte
• Gemüse, das importiert werden muss
• Milch, Joghurt, Käse
• Rohkost
• Tiefkühlkost

Genaueres über die Wirkung von Gerichten und Nahrungsmitteln erfährst du bei Katharina Ziegelbauer. www.ernaehrungsberatung-wien.at Sie ist Ernährungsberaterin nach TCM. Ihre Tipps sind besonders wertvoll.

Unterstützung mit Shonishin, der Japanischen Kinderakupunktur

Ich habe in meiner Praxis sehr gute Erfahrungen bei der Behandlung mit Shonishin, vor allem, wenn Kinder tagsüber schon lange trocken sind, nachts aber doch noch Windeln brauchen.
Mit Hilfe von einfachen psychomotorischen Übungen kann ich zudem herausfinden, in welchem Bereich dein Kind Unterstützung braucht.

Hast du Fragen?

Ich beantworte sie dir gerne persönlich bzw. am Telefon.
0699 1901 84 45

 

Alles Liebe, Lis

MEINE Berührung, die DICH bewegt!