KOPFMERZEN UND MIGRÄNE – PUNKTE, DIE HELFEN KÖNNEN!

 

Bei Migräne handelt es sich um schwere Kopfschmerzen, die anfallsartig auftreten und zahlreiche Symptome, von Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen bis hin zu Frieren und Taubheitsgefühlen einschließen können.
Immer mehr Menschen leiden mittlerweile unter regelmäßigen, starken Kopfschmerzen. Betroffene haben oft das Gefühl, der Situation völlig ausgeliefert zu sein.

 

Die Auslöser können sein: Wetterwechsel, Stress, bestimmte Nahrungsmittel, bei Frauen die Menstruation … Aus chinesischer Sicht gleicht keine Migräne und deren Ursache der anderen.
Sehr oft ist die Ursache in den Organkreisen Leber und Gallenblase zu finden: Leber Qui Stagnation, Hitze – Fülle in Leber und Gallenblase, Blutstagnation, aufsteigendes Leber Yang – so beschreibt die TCM einige Ursachen für Migräne.

 

Was bedeutet das eigentlich?

Durch falsche Ernährungsgewohnheiten und emotionalen Stress kann das Qi von Leber und Gallenblase stagnieren. Der reibungslose Fluss des Qi ist somit nicht mehr gewährleistet und kann nicht mehr im ganzen Körper verteilt werden. Es steigt entlang der Leber- und Gallenblasen-Meridiane aufwärts zum Kopf (Leber Yang), was dort Schmerzen verursacht. Das stagnierende Qi kann auch den Magen angreifen, was zu Übelkeit und Erbrechen führt. Besteht die Qi-Stagnation über längere Zeit, entsteht Hitze, die wiederum entlang der Leitbahnen zum Kopf aufsteigt und extreme Migräneanfälle auslösen kann.

 

Und jetzt zu den Akupunkturpunkten!

 

Die Akupressur bietet auf verschiedenen Meridianen zahlreiche Punkte, die bei Kopfschmerzen lindernd wirken, dabei helfen, die Spannung zu beseitigen und den Qui Fluss regulieren. Gerade beim Thema Kopfschmerzen ist es gut, wenn sowohl am Kopf (Lokalpunkte), als auch am restlichen Körper (Fernpunkte) stimuliert werden. Mit Hilfe der Fernpunkte gelingt es besonders gut, das Zuviel an Energie im Kopf nach unten zu bewegen.

Wie stark soll gedrückt werden?

Mach das bitte von deinem Bedürfnis abhängig und folge deiner Intuition. Von ganz sanft bis zu festem Druck – alles ist grundsätzlich möglich. Es kann durchaus auch befreiend wirken, wenn lokal am Kopf relativ fest gedrückt wird – verstärkst du dadurch den Schmerz, lege deine Finger nur ganz sanft auf die entsprechenden Punkte.

Die meisten der folgenden Punkte können bei Vorderkopf, Hinterkopf, als auch bei Schläfenkopfschmerz angewendet werden.
Auf Besonderheiten gehe ich bei den einzelnen Punkten ein.

 

LOKALPUNKTE:

 

Grundsätzlich gilt auch: Je chronischer der Kopfschmerz, umso mehr Lokalpunkte sollen bearbeitet werden.
Bei akuter Kopfschmerzsymptomatik wähle zunächst die Fernpunkt (ableiten), nach Besserung kannst du dann an den lokalen Punkten weiter machen.

 

 

Blase 1 und 2

Oberhalb der Augenwinkel und am inneren Ende der Augenbraue

 

Lenkergefäß 20

Am höchsten Punkt des Kopfes (folge der Linie von der Spitze des Ohres nach oben)

 

Gallenblase 20, Blase 10

Am unteren Hinterhauptsrand – du kannst auch versuchen, dich auf 2 kleine, harte Bälle zu legen.

 

FERNPUNKTE

 

Dickdarm 4

Hand Außenseite

 

Dreifacherwärmer 4 und 5

Klammergriff: umfasse mit einer Hand die Innen- und Außenseite der anderen Hand und berühre die angegebenen Punkte. 


Besonders gut für Frauen bei seitlichem Kopfschmerz.

 

HK 6

Hand Innenseite – bei Übelkeit

 

Leber 2 und 3

zwischen großer und zweiter Zehe

 

Gallenblase 43 und 44

vierte Zehe

 

Wenn du zu Kopfschmerzen oder Migräne neigst, solltest du auch auf deine Ernährung und deinen Säure Haushalt achten.

 

Lies hier in meinem Artikel mehr darüber:

Migräne und Kopfschmerzen – Ernährung und Säure Basen Haushalt

 

Alles Liebe, Lis

MEINE Berührung, die DICH bewegt!