Was hat der Männerschnupfen mit der Erderwärmung zu tun?

Ach, wie werden sie doch belächelt, die Herren, wenn sie, sonst taff und den Alltag stemmend, bei der kleinsten Unpässlichkeit umfallen und zum betreuungswürdigen Kleinkind mutieren.
Was ist los mit dem sogenannten starken Geschlecht?
Für eine Antwort muss ich ein wenig ausholen.

Yin und Yang – das Weibliche und Männliche in uns – eigentlich ein Dreamteam!

Es ist ja so, wie in der chinesischen Lehre seit Jahrtausenden verkündet, dass alles Leben auf Erden – vielleicht auch darüber hinaus, die beiden einander gegensätzlichen und gleichzeitig ergänzenden Pole, Yin und Yang, in sich tragen.

Das Yin steht für

  • das Weibliche,
  • das Langsame,
  • die Stille,
  • die Dunkelheit,
  • das Kalte
  • das Feuchte

Dem Yang wiederum werden zugeordnet

  • das Männliche,
  • das Schnelle,
  • das Laute
  • das Helle
  • das Heiße
  • die Trockenheit

Die Liste lässt sich natürlich erweitern.

Dem aufmerksamen Leser, der aufmerksamen Leserin ist jetzt vielleicht der Gedanke gekommen: „Na ja, das weibliche Prinizip mit der Langsamkeit, Dunkelheit, Kälte kann eigentlich nicht viel.
Das Helle, das Warme, das Schnelle ist doch das Erstrebenswerte. DAS ist es, das das Leben schön macht! Wer will denn schon z.B. in der Dunkelheit und der Kälte leben?

Sorry, hier tun wir dem Yin ordentlich Unrecht!

Gehen wir doch in uns und stellen uns in Fragen….

  • Was wäre der Tag ohne die NACHT?
  • Wie sollen wir Leistung erbringen, ohne auch zu RUHEN?
  • Wie sollten wir den Lärm der Welt ertragen ohne Phasen der STILLE?
  • Wer von uns sehnt sich nach einer Hitzewelle nicht nach einer ABKÜHLUNG?

Und nicht zuletzt:

  • Entsteht alles Leben nicht im DUNKLEN, FEUCHTEN?

Das Leben braucht Beides – in uns LEBT Beides!

Aber wie sieht es tatsächlich aus?

In unserer schneller, höher, weiter Gesellschaft ist kaum mehr Platz für die Prinzipien des Yin  – ich nenn sie ab jetzt ganz bewusst, die WEIBLICHEN QUALITÄTEN.

Oder hast du schon einmal mit Stolz verlautbart: Ach, heut war ich wieder langsam!

NEIN, das geht sich in der heutigen Zeit definitiv nicht aus und findet auch keine Anerkennung. Das Leben muss voll, actionreich, aktiv und leuchtend sein.

Auch Weihnachten, das übrigens in der dunkelsten Zeit des Jahres stattfindet, wird mit allen Mitteln und Wegen zu einem Lichter mäßigen Halligalli.
Stille Zeit? Dass ich nicht lache (Yang)! Oder ist es doch zum Weinen?

Urlaube, die der Erholung dienen sollen, arten in durchgeplante, actionreiche Erlebnisevents aus.
Dabei ist das In die Luft schauen, faul sein, das in den Tag hinein Leben doch so schön, so wertvoll und so WICHTIG!
Weniger ist mehr, heißt es doch so schön!

Haben wir das wirklich vergessen?

Auch unseren Kindern darf nicht mehr langweilig sein. Jedes Wochenende zumindest ein Ausflug, nicht wahr? Die Welt bietet doch so viel Schönes, das will auch gesehen werden. Und von Montag bis Freitag haben wir neben Kindergarten und Schule doch noch Zeit für den einen oder anderen Kurs, ein Sportprogramm – ach, gibt es nicht großartige Angebote für unsere Kinder?

Ja, die gibt es und ja, die Welt ist schön und hat viel zu bieten. Aber müssen wir wirklich alles sehen, alles erleben?


Burnout und Erderwärmung

Wir Menschen brennen aus, die Erde wird konstant wärmer. Beides ist ein eindeutiges Resultat der Yang Dominanz.

Die Erde zeigt uns so deutlich, dass sie bei diesem Lebensstil nicht mit spielt. Der Klimawandel ist die logische Konsequenz unseres Konsumwahns.
Unsere hohen Ansprüche brauchen nun mal jede Menge CO2.

Mehr Yang braucht mehr Energie! Der Ausgleich findet nicht mehr statt.

Langfristig können wir uns jedoch nicht gegen diese in uns tief verankerten Pole wehren.
Langfristig erduldet auch die Erde unser maßloses Konsumverhalten nicht.

Wir sind beides. Wir brauchen beides! Die Welt braucht beides.

Die Frau:  mehr Yin, als Yang!

Auch, wenn wir Frauen unterschiedliche Ausprägungen in uns tragen und so die eine von Natur aus eher ruhig und die andere mit mehr Pfeffer ausgestattet ist (Das ist keine Wertung bitteschön!). Frauen entspechen IMMER mehr dem Yin Prinzip. Sie ticken daher von Natur aus anders, als Männer. Ihrer Grundstruktur entsprechend sind ihre Attribute somit das Langsame, das Ruhige, das Dunkle, das Feuchte.

Oje! Da haben sie es in dieser Welt aber nicht leicht. Denn, wie oben erwähnt, finden diese Qualitäten wenig Anerkennung. Das Gegenteil ist wohl eher der Fall. Dabei bräuchte die Welt dringend den Gegenpol zur Schnelligkeit, zum Lärm und zum Hellen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass das menschliche Leben im Dunklen, Feuchten entsteht. Der Same allein genügt nicht.
Es braucht das richtige Milieu, damit Leben entstehen kann.

Es braucht das Yang UND das Yin.

Es liegt bei dieser Betrachtung auf der Hand, dass es für Frauen, die nun mal yiniger strukturiert sind noch schwieriger ist, in dieser, durch männliche Attribute dominierten Welt zu bestehen. Blöderweise bemühen sich die meisten Frauen inständigst, im Beruf und sonst auch, ihren Mann zu stehen, immer noch mehr zu geben – UFF! Das geht nicht spurlos an ihnen vorüber. Der Körper der Frau reagiert auf diesen Yang Überschuss häufig in Form von Problemen mit der Menstruation, Lustlosigkeit, unerfülltem Kinderwunsch. Das System spart eben ein und rebelliert.


Zurück zum Männerschnupfen!

Jetzt würde man meinen, dass Männer mit der nun mal männlich dominierten Lebensweise besser zurecht kommen. Tun sie tendenziell auch. Dennoch ist es auch für Männer eindeutig zuviel, was ihnen heutzutage abverlangt wird. Ein tolles Eigenheim und abwechslungsreiche Urlaube wollen nun mal finanziert werden. Da brauchts ein sattes Gehalt und da muss man halt 20 bis 30 jahre durchbeißen. Schwächeln geht sich da nicht aus, außer….

Der Körper sagt: STOPP!

Wenns zwickt und zwackt ist es auch für den Mann ENDLICH legitim, schwach und bedürftig zu sein und nichts zu tun.

Aber warum braucht es diesen Männerschnupfen, damit Männer eine Auszeit haben? Warum nehmen sich die Männer im Vorfeld nicht schon Zeit für sich. Rückzug und Regeneration? Der Verdacht liegt nahe, dass es sich einfach nicht schickt, wenn Männer das tun. Da ist der Weg über den Schnupfen der Unauffälligere, Anerkanntere.

Selbstfürsorge statt Fremdpflege!

Abgesehen davon, dass es sich bei den heutigen Anforderungen an die Frau nicht ausgeht und auch ncht zumutbar ist, dass sie in der eintretenden Männerschnupfen Sekunde zum pflegenden Wunderwuzi mutiert. So ist es doch viel gscheiter, wenn Männer lernen, auf sich selbst regelmäßig und rechtzeitig zu schauen.
Liegt es nicht in erster Linie in der Verantwortung von jedem und jeder von uns, ausreichend für sich zu sorgen? Entspricht es nicht viel mehr einer erwachsenen Haltung, wenn wir so handeln, so leben, wie es uns gut tut?

Im umgekehrten Fall, wenn die Frau sich mal erdreistet, zu schwächeln, entwickelt sich der Mann auch selten zum hingebungsvollen Frauenschnupfenexperten. Oft passiert es sogar, dass Männer im Falle der Bedürftigkeit der Frau selbst in die Opferrolle fallen und noch ärmer sind. Hoppla, aber echt! (Selbstverständlich entsprechen viele Männer diesem Klischee nicht – die Tendenz ist aber leider eindeutig!)

Tritt leiser! Mach mal langsam! Bau dir ein kleineres Haus!

Sollte das Haus noch nicht gebaut oder gekauft sein: Muss es wirklich so was Großes sein? Muss  es wirklich mit der ganzen Familie eine Fernreise sein? Der Preis ist hoch – für die Häuser, die Urlaube UND die Lebensqualität im Alltag.

Ein guter Alltag statt Luxus für kurze Zeit

Ich halte sehr gerne und aus Erfahrung ein Plädoyer für eine höhere Lebensqualität im Alltag. Weniger Arbeit, dadurch weniger Stress anstelle von Investition in eine sehr kurze, luxuriöre Zeit im Jahr. Der Urlaub auf dem Bauernhof oder auch zu Hause kann außerdem so viel mehr Erholung bringen, als der Aufenthalt im Luxusressort mit täglicher Animation.

Dunkelheit und Stille!

Sie ist es, die uns in Kontakt mit uns selbst bringt. In der Stille können wir uns spüren, unsere Bedürfnisse wahrnehmen und uns mit unserem Kern verbinden. Wer bin ich? Was brauche ich? Was ist die Essenz des Lebens für mich?

Ich fürchte, der Hang zum Lauten und Hellen hängt damit zusammen, dass viele Menschen den Kontakt mit sich selbst scheuen, nicht hinter die eigenen Kulissen schauen möchten. Angst davor haben, dort etwas zu entdecken, was ihnen nicht gefällt. Zum Beispiel tief schlummernde Bedürfnisse, unkonventionelle Ideen und verrückte Gedanken.

Zeig DICH!

Die Welt braucht authentische Menschen, weniger Konventionen, echte Gefühle und Ehrlichkeit. Vor allem jene zu sich selbst.
Begib dich in die Stille, in die Dunkelheit und spür, was du brauchst und was du bist. Vor allem der Blick auf das, was du NICHT brauchst, lohnt sich.
Vielleicht sind es ganz andere Dinge als jene, die dich bisher vermeintlich glücklich gemacht haben. Mehr Zeit für dich? Mehr Zeit in Ruhe mit der Familie?

Probier es mal anders. Lass los!  

Vielleicht ist in Zukunft dann auch der (Männer)- schnupfen überflüssig.
Und die Erde dankt es dir auch ♥

♥ lichst, Lis

PS: Mit meiner Arbeit kann ich dich sehr gut dabei unterstützen, deinen Kern zu spüren und dein Selbst zu finden.
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♥lichst Lis